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Herzlich Willkommen


Herzlich Willkommen
auf dem Internetportal von
Scherzers Militaer-Verlag,
dem Spezialverlag für Fakten der Zeitgeschichte.
Wir bieten Ihnen Nachschlagewerke über
- Heereskunde und
- Phaleristik (Ordenskunde),

sowie kriegsgeschichtliche Werke.

Zu der Frage, ob wir in Zeiten des E-Books noch Verleger brauchen, antwortete Detlef Felken, Cheflektor von C. H. Beck in München:
 
"Lektoren sind Trüffelschweine. Sie suchen den modrigen Waldboden nach erlesenen Texten ab. (…) Sie lesen jede Menge Mist und lehnen ihn höflich ab. Sie diskutieren mit einem Autor darüber, was in seinem Buch stehen sollte, und sagen ihm, warum die eine Stelle da noch nicht so toll ist. Sie versuchen das Beste aus ihm herauszuholen und geben ihm das Gefühl: Einer liest Dich wirklich. Manchmal, auch wenn es keiner glauben will, schreiben sie einen Text sogar um.
 
Hersteller sind Buchkünstler. Sie decken den Tisch, an dem der Leser Platz nimmt. Sie machen schöne Umschläge, wählen Schrift, Papier und Einband aus und sorgen für jenes stille ästhetische Glücksgefühl, wenn wir ein Buch in die Hand nehmen und sich dieser Moment irgendwie gut anfühlt, in dem das Buch noch ganz verheißungsvoller Körper ist, bevor es seine Seele preisgibt. Außerdem kümmern sie sich um den ganzen technischen Kram, den man Produktion nennt.
 
Vertriebsleute sind Buchmissionare und predigen das Programm. Sie reden mit dem kleinen Buchhändler an der Ecke, der um seine Existenz bangt, und mit den machtbewussten Baronen der großen Ketten. Sie drücken die großen Bücher in den Handel und kämpfen darum, dass die kleinen nicht untergehen. (…)
 
Das alles tun sie, damit das Buch zum Leser kommt und der Autor zu seinem Erfolg. (…)
 
Das alles gibt es nur in guten Verlagen. Gute Verlage sind solche, in denen es um möglichst viele erstklassige Bücher geht und man hinkriegt, dass man trotzdem nicht Pleite macht. Jeder wahre Verleger weiß das, die anderen sind bloß Unternehmer. Seien wir froh, dass wir noch ein paar solcher Verlage haben, und flicken wir ihnen nicht dauernd mit Urheberrechtsnovellen, open access und Verüberflüssigungsdebatten am Zeug. Sie haben es schwer genug."
 
(ex: „Die Welt“, 17.03.2010)